9. September 2020

Alpakamo

[unbezahlte Werbung] Wenn man im Bersenbrücker Umland auf einmal Alpakas auf einer Wiese neben Kühen grasen sieht, schaut man schon zweimal hin, um sicherzugehen, dass die Augen einen nicht täuschen. Doch bei Michael und Ole hat man sich nicht verguckt, wenn auf einer weitläufigen Weide drei Alpakas grasen. Die beiden sind seit 2020 stolze Besitzer von Hannes, Lenny und Viktor und möchten ihre Freude am flauschigen Begleiter nun auch mit anderen teilen.

Begrüßt werde ich mit einem sehr skeptischen Blick als ich die Weide der drei Vierbeiner betrete. “Die spucken doch nicht?”, frage ich vorsichtig. “Ne, ne, die spucken sich höchstens gegenseitig an.”, beteuern Michael und Ole, die für die Buchstaben M und O im Namen “Alpakamo” stehen, mir direkt. Die beiden frischgebackenen Alpakabesitzer kennen ihre Tiere bereits sehr gut und haben sich auf die Ankunft der Vierbeiner bestens vorbereitet. Jedes Alpaka habe schließlich seinen ganz eigenen Charakter, erzählt Ole begeistert. Da gibt es Viktor, den Ältesten der Herde, der mit seinem braunen Fell und seiner sehr kleinen Statur direkt heraussticht. Dann ist da Lenny, der zwar jünger, aber mindestens genauso bedacht und vorsichtig ist wie Viktor. Schließlich gibt es Hannes, den Jüngsten. Dieser ist aber gleichzeitig auch das neugierige “Alphaalpaka”; so zumindest taufen wir ihn bei meinem Besuch scherzhaft. 

Obwohl Alpakas sehr schreckhaft wirken, wie ich auf der Wiese feststelle, setzten Schäfer die Tiere wohl nun auch als ein Äquivalent zum Hütehund in Schafherden ein, erzählt mir Michael. “Die greifen Fressfeinde direkt an.” Eine Schilderung, die ich mir so gar nicht vorstellen kann, wirken die drei Alpakas doch eher zurückhaltend. Doch in den wolligen Jungs steckt viel mehr als man auf Anhieb erwartet. Die drei sind sehr reinlich, werden kaum krank und aus ihrer Wolle lassen Ole und Michael sogar Seife herstellen. Die Seifenstücke werden später mit den individuellen Namen der flauschigen Freunde bedruckt. Damit kann jeder ein Stück Lenny, Hannes oder Viktor mit nach Hause nehmen und sich so an den Besuch bei den netten Jungs erinnern. Außerdem lassen Ole und Michael auch Garn aus dem Alpakafell spinnen, das durch seine isolierenden Eigenschaften gerade für den Winter wunderbar geeignet ist. Damit sind Hannes, Lenny und Viktor nachhaltige Allroundtalente, die mit einem gelegentlichen “Meeeh”, ein Geräusch, das man anders nicht beschreiben kann, ihr Leben auf der grünen Wiese genießen.

Bei den Alpakawanderungen, die Ole und Michael nun seit ein paar Monaten durch das Bersenbrücker Umland anbieten, führt Hannes die Gruppe meist an. Doch wer sich jetzt denkt, dass es ein schneller Marsch durch Wald und Wiesen wird, der irrt sich. Alpakas haben nunmal ihren eigenen Kopf und laufen in ihrer eigenen Geschwindigkeit. Man läuft also mit den Tieren, anstatt sie zu führen, und muss sich auf die Charaktere der Vierbeiner einstellen. So kann eine Tour von 2,5 km schon einmal eineinhalb Stunden dauern, da Wiesen und Wege durchaus länger inspiziert werden müssen. Schließlich sind Hannes, Lenny und Viktor die Stars der Show und dürfen sich dementsprechend auch ihre Zeit lassen. Wenn man sich jedoch auf den ruhigen Schritt und die kurzen Pausen einlassen will, erlebt man einen sehr entspannten Spaziergang mit Wegbegleitern, die man allein durch ihre Charaktereigenschaften so schnell nicht mehr vergisst

Wer nun Interesse hat, Hannes, Lenny, Viktor, Michael und Ole kennenzulernen und einen gemütlichen Spaziergang mit Kuschelfaktor durch das schöne Bersenbrücker Land zu unternehmen, der kann auf der Alpakamo-Webseite vorbeischauen und einen Termin vereinbaren. 

 

-Entdeckt von Meike von OsnabrueckBESTEN.de-