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Der Ton macht die Musik: Das DocMaKlang

In unserem heutigen TYPISCHOsnabrück wird gemixt und gemastert und es kann und darf auch mal laut werden. Könnt ihr euch schon vorstellen, worum es geht?
Wir haben Matthias Lohmöller, Gründer und Inhaber des Tonstudios DocMaKlang interviewt und einige interessante Fakten über das bekannte Osnabrücker Studio herausgefunden. Das DocMaKlang ist die Anlaufstelle für MusikerInnen und Bands – nicht nur aus Osnabrück und der näheren Umgebung, sondern inzwischen aus der ganzen Welt. Seit über 20 Jahren betreibt Matze sein Studio in der Hasestadt in Eigenregie und wie er sagt, könnte das eigentlich bald mal gefeiert werden!

Alles auf eine Karte gesetzt

Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee sich mit einem Tonstudio selbstständig zu machen? Und warum in Osnabrück? Mitte der 90er Jahre ist Matze für den Zivildienst in die Friedensstadt an der Hase gezogen und hat hier die ersten Bindungen aufgebaut und Kontakte geknüpft. “Es ist immer dabei geblieben und ich mag die Stadt”, sagt er uns im Interview. Nach dem Zivi studierte er Musik und Germanistik und fing daneben an, sein Tonstudio aufzubauen. Was zunächst klein und nebenbei anfing, entwickelte sich dann aber bald zu etwas Größerem. Matze fand immer weniger Zeit für sein Studium und entschloss sich schließlich, dieses abzubrechen und alles auf eine Karte zu setzen. “Das war dann letztendlich auch eine gute Entscheidung und Erleichterung für mich”, sagt er heute zu dieser bedeutenden Wende in seinem Werdegang. Ganz alleine arbeitet er inzwischen jedoch auch nicht mehr: “Ohne Hilfe würde ich’s nicht schaffen. Vor Allem Tobi Schneider ist hier unentbehrlich geworden”. Die Selbstständigkeit gefiele dem charismatischen Osnabrücker grundsätzlich sehr gut, weil sie ihm die Möglichkeit böte, vieles in Eigenregie zu gestalten. Natürlich gab und gibt es aber auch immer Hürden. Eine davon ist die Corona-Pandemie. Trotzdem ergaben sich dadurch auch neue Möglichkeiten für das Osnabrücker Tonstudio. “Einige Produktionen sind während des Lockdowns zwar weggefallen, aber dafür haben sich ein paar andere Sachen ergeben. Wir haben sehr schnell ein Setup eingerichtet, mit dem wir komfortabel online mit unseren Kunden und Kundinnen arbeiten konnten. Viele schätzen es sogar so sehr, dass sie es z.B. für kleinere Mixkorrekturen aktuell bevorzugen. Wir teilen dann den Bildschirm vom Studiorechner und stellen zusätzlich Kamerabild und Stereo-Sound bereit.”, erklärt Matze uns. Härter getroffen habe es die MusikerInnen, die den Lockdown und die Absagen von Konzerten und Festivals teilweise nur mit Förderungen des Bundes überstehen konnten.
Matzes Wunsch ist deswegen, dass sich der Musikmarkt etwas erholen kann und endlich Produktionen mit größerem Budget möglich werden, denn er hat Lust darauf, auch mal wieder etwas herumzuexperimentieren!

Die Chemie muss stimmen

Wir haben Matze gefragt, was das DocMaKlang so einzigartig macht, da so viele zum Teil internationale KünstlerInnen hier ihre Musik aufnehmen: “Im Gegensatz zu vielen anderen Studios legen wir unseren Schwerpunkt nicht nur auf das reine Recording, sondern verstehen unsere Tätigkeit eher als Musikproduktion. Sprich: Wenn gewünscht, helfen wir bei der musikalischen Gestaltung, ebenso beim Songwriting, Arrangement und auch beim Sound-Design”. Über die Jahre hat der Osnabrücker Musikexperte außerdem ein sehr feines Gespür für die Wünsche der Bands bekommen, mit denen er zusammenarbeitet und versucht, diese immer zu berücksichtigen. Also ein echter Rundum-Service, den das DocMaKlang da bietet! Aber nicht nur der Service, sondern auch der Sound sollten in einem Tonstudio erstklassig sein. Neben der Kaffeemaschine sind die Neumann-Mikros und die Neve-Preamps das wichtigste Equipment für erfolgversprechende Soundaufnahmen. Kein Wunder, dass Bands sich hier gut aufgehoben fühlen und auch fast alle für die nächste Platte wiederkommen. Doch welche Kriterien muss eine Band erfüllen, um ihre Musik im DocMaKlang produzieren zu lassen? Das Studio sieht sich primär als dienstleistendes Unternehmen und kann dementsprechend von allen KünstlerInnen einfach angefragt werden. Eine Ausnahme macht Matze aber, er besteht bei einer möglichen Zusammenarbeit auf die Einhaltung ethischer Grundsätze: “Assi-Hiphop und Rechtsrock muss leider draußen bleiben”. Ansonsten sei es wichtig, dass die Chemie zwischen ihm und der Band stimme, wenn die gemeinsame Arbeit intensiviert werden soll. Die Chemie hat schon bei einigen Bands wunderbar gestimmt, denn das DocMaKlang arbeitete bereits mit bekannten KünstlerInnen wie boysetsfire, Chuck Ragan, Shelter und Downset zusammen. Auch in der kommenden Zeit steht musikalisch für Matze wieder eine Menge auf der To-Do-Liste: “Aktuell arbeiten wir an einigen Platten, auf die ich mich schon sehr freue. Ich habe gerade sehr viel Spaß mit Wippsteert, auch die Frog Bog Dosenband war vor kurzem da. Frisch gemastert, erscheint auch bald ein neues Album vom boysetsfire-Frontmann Nathan Gray mit sehr schönen Kollaborationen. Und ich glaube, Hi!Spencer sind bald auch mal wieder fällig.”

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