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famOS – Festival für urbane Kunst

Vom Bürgerpark zum Hauptbahnhof – Osnabrück bekommt zum zweiten Mal eine einzigartige Ausstellung für urbane Kunst. Das famOS Festival verwandelt einen Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg in einen Ort der Begegnung. Vom 18. – 25. September 2021 wird auf dem geschichtsträchtigen Gelände am Bahnhof Kunst der Gegenwart ausgestellt. An den grauen Betonwänden laufen die Vorbereitungen auf das Festival bereits auf Hochtouren. Zwischen Bundespolizei und Bahngleisen stehen nun auch Künstlerinnen und Künstler mit Spraydosen auf Hubwagen, um dem alten Gebäude neues Leben einzuhauchen. Wir durften auf einem Medientermin bereits einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Kunst mit Vergangenheit

Was im letzten Jahr mit der Bürgerpark Gallery angefangen hat, geht in diesem Jahr am Osnabrücker Bahnhofsbunker in die zweite Runde. Inga Meggers und Oliver Bartelds brachten im letzten Sommer für nur einen Tag ordentlich Schwung in die Osnabrücker Streetart-Szene. Nun möchten sie mit dem Urban Art Osnabrück e.V. auch längerfristig gegenwärtige Kunst an die Hase bringen. Zusammen mit sechs ehrenamtlichen Mitarbeitenden und 30 regionalen, nationalen und internationalen KünstlerInnen wird im Augenblick ein Urban Art Festival auf die Beine gestellt, das mit dem Osnabrücker Hochbunker als Location sicherlich einmalig ist. Als wir über die Fußgängerbrücke zum Medientermin gehen, sehen wir bereits den großen grauen Klotz, der neben den Schienen ruht. Noch dominieren hier schroffe Wände und bröckelnde Fassaden. Doch je näher wir dem Bunker kommen, desto mehr Farben werden erkennbar. Einige Artists haben bereits die Betonflächen des Bunkers genutzt, um ihre Motive überlebensgroß im Stadtbild zu verewigen. Wir erkennen einen Zug mit Gesicht, ein Auto, das Steinmauern durchbricht, und ein küssendes Paar in harmonischen Orangetönen. Dabei fällt besonders auf, dass sich die KünstlerInnen die Strukturen des Bunkers wirklich zu Nutze gemacht haben. Ein- und Ausbuchtungen an der Außenfassade werden Teil des Kunstwerkes und zwischen den besprühten Flächen lässt sich noch das alte Mausgrau des Betons erkennen.

Dass hier der Hochbunker wirklich Teil des Konzeptes ist, betonen auch Oliver und Inga während der Vorstellung ihres Projekts. “Wir haben hier einen Ort gefunden, der nochmal eine ganz andere, aber eben auch sehr besondere historische Bedeutung hat”, erklärt Inga. Ähnlich wie bei der Bürgerpark Gallery würde man auch mit diesem Ort eine Geschichte erzählen wollen. Deswegen sei auch die Zusammenarbeit mit den Osnabrücker Bunkerwelten ein wichtiger Bestandteil des Festivals. Die Vergangenheit des Bunkers solle am Festivalwochenende nämlich Teil der Ausstellung werden.

Ein Ort der Begegnung

Das Thema des Projektes – Begegnungen – hätte dabei nicht besser gewählt werden können. Denn beim famOS Festival begegnen sich nicht nur unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Beweggründen für eine Woche am Osnabrücker Bunker. Vielmehr trifft hier Pop-Art auf Weltkriegsarchitektur, Gegenwart auf Vergangenheit. Außerdem bedeutet auch der Standort am Bahnhof einen Begegnungspunkt. Hier kreuzen sich täglich Reisende auf ihrem Weg in verschiedene Himmelsrichtungen. Damit bestimme der Ort in vielerlei Hinsicht das, was später die Wände des Bunkers schmücken werde.

Das Konzept überzeugt. Sogar die Deutsche Bahn erlaubt, dass eine sogenannte Stützwand – eine große Außenwand neben dem Bunker in Richtung der Bahnschienen – zur sprichwörtlichen Leinwand werden darf. Wo normalerweise Menschen mit Spraydosen überhaupt nicht gerne gesehen sind, begegnen sich nun die Künstler Kartel und HNRX, um die größte Wand des Bunkers zu verschönern. Gerade Kartel verbindet mit dem Bahnhof in unserer Hasestadt eine besondere Erinnerung als er vor 20 Jahren nach Deutschland kam. “Für mich ist der Osnabrücker Bahnhof eh ein sehr emotionaler Ort, weil das, glaub’ ich, die erste Begegnung mit einer Großstadt in Deutschland war. Umso spannender ist es für mich heute nochmal aus einer ganz anderen Perspektive hier zu stehen und meinen Teil zu dieser Geschichte hier am Bahnhof beizutragen”, erzählt der 28-Jährige vor Ort.

In den kommenden Wochen werden die Wände also immer bunter. Und auch im Inneren des Bunkers soll sich viel tun. Ein Geschoss werde zur Galerie, in der nicht nur, aber eben auch weitere Wandgemälde ihren Platz finden. Wir können es deswegen kaum erwarten, einen wichtigen Teil Osnabrücks durch das famOS Festival für urbane Kunst aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

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