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Hof Künne – Speiseöl aus dem Osnabrücker Land

Speiseöl aus dem Osnabrücker Land? Mit dem Hof Künne in Eggermühlen kein Problem! Das Familienunternehmen produziert seit Anfang des Jahres Raps-, Sonnenblumen- und Hanföl in Eigenregie und bringt damit Regionalität in den Osnabrücker Einzelhandel. Denn die Produkte vom Hof Künne gibt es nicht nur im eigenen Onlineshop, sondern auch in den Regalen von REWE und Edeka-Märkten. Erfahrt in diesem STADTGespräch mehr über die generationsübergreifende Ölmühle auf dem Hof Künne und findet mit uns heraus, warum Veränderung in der Landwirtschaft eben auch Chancen bedeutet.

Zwischen Sonnenblumen und Hanfpflanzen

Wir brauchen es zum Braten, zum Backen und für den Salat – Öl ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags, aber wissen wir eigentlich immer, woher die Flasche aus dem Supermarkt kommt? Bei Familie Künne aus Eggermühlen muss da nicht lange überlegt werden. Denn hier wird das Öl im hofeigenen Produktionsraum gepresst. Seit Jahresbeginn sind Vater Stephan und seine beiden Söhne Jonas und Stephen nämlich “Ölmüller”. Auf dem Hof der Familie wird zwar schon lange Raps für große Ölproduktionen angebaut, doch nun nehmen Stephan, Jonas und Stephen die Produktion selbst in die Hand: Speiseöle vom Hof für die Region Osnabrück!

Auf den Feldern der Familie Künne stehen neben Kartoffeln und Zuckerrüben für das Tagesgeschäft jetzt also auch Sonnenblumen und Nutzhanf für die hofeigene Ölproduktion. Gerade letzterer zog im kleinen Eggermühlen so einige Blicke auf sich, als der Hof Künne die Pflanze vor zwei Jahren erstmals zur Faserproduktion anbaute. Nun wird sie ausschließlich für das Hanföl benutzt und gibt auf dem Feld nahe der goldgelben Sonnenblumen ein malerisches Bild ab. Neben den Sonnenblumenkernen, den Hanfsamen und dem altbekannten Raps presst der Hof Künne auch Mohnsamen eines befreundeten Landwirts. Außerdem gibt es vom Hof auch sogenannte Gewürzöle, bei denen reine Rapssamen zusammen mit Knoblauch, Pfeffer oder sogar Chipotle-Pulver in der Mühle gepresst werden. Daraus entstehen köstliche Öle zum Marinieren oder für das gewisse Etwas im Salat.

Eine Ölmühle als Gemeinschaftsprojekt

Der Schritt hin zur eigenen Produktion und der Direktvermarktung ihrer Öle war für Familie Künne vor allem durch den Austausch und die Kommunikation mit anderen Betrieben möglich. Besonders zukunftsweisende Projekte wie Lupini – die Lupinen-Produktion von Familie Dettmer aus Kettenkamp – halfen Stephan Künne und seinen Söhnen dabei, sich ebenfalls auf ganz neue Wege zu begeben. Mit dem Kontakt zu anderen Ölmühlen in Deutschland kam dann auch noch das nötige Know How zur Produktion und Vermarktung hinzu. Inzwischen produzieren Stephan, Jonas und Stephen ihre Öle selbst und vertreiben sie über ihren Onlineshop, mehrere Hofläden und verschiedene “Bauernmärkte” im Osnabrücker Land. Dazu kommen seit einigen Monaten Osnabrücker Einzelhandelsgeschäfte wie REWE oder Edeka-Märkte, die die Produkte vom Hof Künne verkaufen.

Irgendwann sollen Jonas und sein Bruder Stephen ganz allein entscheiden, wie es mit der Ölproduktion auf dem Hof Künne weitergeht. So wie ihr Vater die Landwirtschaft von seinem Vater übernahm, sollen auch Jonas und Stephen einmal den Hof weiterführen können. Dabei verschließen sich sowohl Vater Stephan als auch seine Söhne nicht vor der Zukunft. Veränderung wird auf dem Hof Künne schließlich stets als Chance gesehen, Neues auszuprobieren.

Im Grunde haben wir schon immer versucht, über den Tellerrand zu gucken. Man sieht ja auch, dass der Trend vom klassischen Veredelungsbetrieb weggeht – weniger Fleischverzehr, auch die Kinder orientieren sich anders. Veränderung ist bei uns auf dem Hof nichts Neues.

Naturnah

Vom Feld in die Mühle: Auf dem Hof Künne gibt es keine langen Wege. Die Zutaten für die Speiseöle stammen meist direkt vom Acker in Eggermühlen oder werden aus der Region bezogen.

Zusammen stark

Ein generationsübergreifendes Projekt: Vater Stephan und seine Söhne Jonas und Stephen machen von der Pflanzenaufzucht über die Ölproduktion bis hin zur Vermarktung alles in Eigenregie.

Experimentierfreudig

Darf’s ein bisschen Pfeffer sein? Langweilig wird es in der Ölproduktion wohl nie – neben Raps, Hanf und Sonnenblumenkernen kommen auch Knoblauchflocken, Basilikum oder Fenchel in die Ölmühle.

Speiseöl mit besonderer Qualität

Das Speiseöl vom Hof Künne liegt jedoch nicht nur wegen seiner Regionalität ganz weit vorne. Stephan, Jonas und Stephen achten auch bei der Verarbeitung ihrer Rohstoffe auf höchste Qualität. Das fängt an im Produktionsraum, den man nur mit speziellem Schuhwerk und desinfizierten Händen betritt, und geht mit der Art der Ölgewinnung weiter. Auf dem Hof Künne wird nämlich nur kaltgepresst, was bedeutet, dass die Rohstoffe immer unter 40 Grad verarbeitet werden. Das stellt sicher, dass wichtige Inhaltsstoffe – wie Vitamine und Omega-3- und 6-Fettsäuren – bei der Verarbeitung nicht verloren gehen. Während herkömmliches Speiseöl meist in großen Fabriken raffiniert wird und damit Nährstoffe verliert, werden die Öle auf dem Hof Künne in Handarbeit hergestellt und kommen sogar unserer Gesundheit zugute.

Für alle, die einmal selbst erleben wollen, wie das Öl-Pressen funktioniert, hat Familie Künne auch eine Ölmühle in Form eines Fahrrads. Hier treiben die Pedalen das Mahlwerk an und bei ausreichendem Strampeln kann man so eigenes Öl herstellen. Ausprobieren könnt ihr das, wenn die Künnes auf verschiedenen Märkten der Region ihren Stand aufbauen. Wo das in nächster Zeit der Fall sein wird, erfahrt ihr auf dem Hof-Blog!

Vom Acker in die Verkaufsregale

Speiseöl ohne große Umwege war der Familie Künne wichtig, kannten sie doch zuvor als landwirtschaftlicher Betrieb eher den Verkauf zum Weiterverkauf. Deswegen gibt es nun den hofeigenen Online-Shop, in dem die Öle vertrieben werden. Außerdem lohnt sich auch ein Besuch des Hofladens, der immer samstagsmorgens geöffnet hat und um den sich vor allem Stephen Künne kümmert. Hier findet man neben den braunen Flaschen mit der goldenen Flüssigkeit auch Geschenkboxen, die Mutter Angela individuell zusammenstellt.

Dazu verkauft die Familie ihre Speiseöle in weiteren Hofläden der Region und nun auch im Osnabrücker Einzelhandel. In den Regalen von REWE Kaluscha & Wehling und in mehreren Edeka-Märkten können Osnabrückerinnen und Osnabrücker die Raps-, Sonnenblumen- und Hanföle der Familie Künne entdecken. Eine Übersicht über die einzelnen Standorte findet ihr hier.

Meiner Generation wurde beigebracht, immer größer, größer, größer zu denken – dadurch Kosten minimieren, Strukturen verbessern, Spezialisierung. Heute ist das nochmal ganz anders, glaube ich. Durch die neuen Vermarktungswege kann ich als Landwirt wieder näher zum Kunden oder zur Kundin kommen. Darin sehe ich einen riesigen Mehrwert.

Innovation aus Tradition

Landwirtschaft in dritter Generation: Der Hof Künne ist seit langer Zeit Teil des Osnabrücker Landes und erfindet sich ständig neu. “Unser Vater war auch auf seine Art innovativ – war der erste, der hier einen Mähdrescher hatte”, berichtet Stephan Künne, bevor Jonas Künne ergänzt: “Und so habe ich auch meinen Vater als Kind kennengelernt. Als wir klein waren, hatten wir hier noch Gemüse und mein Vater hat mit Kartoffeln angefangen, was sich bis jetzt auch gut gehalten hat. Also immer wieder was Neues.”

An Ideen mangelt es dem Team rund um Vater Stephan Künne also wirklich nicht. Vom Hanfbier bis zum Co-Working Space im Schweinestall kann sich die Familie so einiges vorstellen. Momentan wird übrigens noch eine Bäckerei gesucht, die den Schrott, der beim Öl-Pressen entsteht, abnimmt und daraus leckere Brote backt. Knoblauchöl auf Hanfschrotbrot können wir uns bereits BESTENS vorstellen. Es bleibt also spannend, was in Zukunft auf dem Hof in Eggermühlen geschieht!

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