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IKO Flowers – Das nachhaltige Blumen Studio

Wisst ihr, wo die Blumen in euren Osnabrücker Blumensträußen herkommen? Eine Frage, die wir uns in der Redaktion noch nie gestellt haben, aber nun definitiv öfter stellen werden. Denn eins ist klar: Am Jahresanfang bei Minusgraden und Schnee kann keine Tulpe auf den hiesigen Feldern sprießen. Anne Oberwalleney möchte mit ihrem Blumen Studio “IKO Flowers” in Lüstringen genau auf diese Diskrepanz aufmerksam machen. In ihren Vasen stehen nämlich nur Blumen, die sie entweder selbst anbaut oder aus der Region beziehen kann. Im Winter bewundert man deswegen auf ihrem Instagramprofil, anstelle roter Rosen, weiße Christrosen in einem Strauß mit Trockenblumen. Dass Anne mit dieser Art der Floristik etwas in unserer Hasestadt verändern kann, durften wir in unserem Gespräch mit der innovativen Osnabrückerin erfahren.

Von New York nach Lüstringen

Blumen umgaben Anne bereits vor ihrem Blumen Studio “IKO Flowers”. Für die gelernte Ergotherapeutin schien der Weg hin zur “Floral Designerin” wie vorbestimmt. Als Ladenbesitzerin in Lüstringen entschied sie sich bereits früh dazu, auch Blumen in ihr Sortiment aufzunehmen. Obwohl andere ihr davon abrieten, war für Anne schnell klar, dass ihre Leidenschaft mit dem Verkauf der bunten Knospen aufblühte. Mit der Leidenschaft kam jedoch auch das Bewusstsein, dass die kommerzielle Floristik kaum nachhaltig gestaltet werden konnte. Beliebte Blüher kommen meist vom niederländischen Großhändler, der seine Ware aus der ganzen Welt bezieht. Lange Transportwege, viele Chemikalien und niedrige Löhne sind oftmals die Realitäten, die sich hinter den hübschen Blumensträußen verstecken. Anne beschloss darum, auf ihr Bauchgefühl zu hören, ihren kleinen Laden zu schließen und sich auf den Weg Richtung Nachhaltigkeit zu begeben. Dieser Weg führte die Osnabrückerin nach New York, wo sie einen Workshop bei einem nachhaltigen Blumen Studio machte. “Eigentlich fliege ich ja wirklich nicht viel, aber ich sag immer, es musste erstmal für mich nach New York gehen, um dann in Osnabrück nachhaltig arbeiten zu können”, erklärt die Farmerfloristin.

Mit Inspiration im Handgepäck kam Anne aus New York zurück und entwickelte durch die Vorbilder im Ausland ihr eigenes ökologisches Konzept im schönen Osnabrück. “Back to the roots” lautete somit das Motto des wunderschönen Blumen Studios “IKO Flowers” im Lüstringer Hinterhof. Dabei kann man das Motto ruhig wörtlich nehmen, denn Anne besinnt sich auf das, was einmal ganz normal in unserem schönen Osnabrücker Land war: Blumen vom Feld oder aus dem eigenen Garten. Mit größter Leidenschaft zieht Anne ihre Blumen auf ihrem eigenen Grundstück groß, wartet geduldig bis sich die ersten Knospen öffnen und trocknet die bunten Schützlinge für die kalten Wintermonate. “Das ist fast wie mit den eigenen Kindern; nur dass diese Kinder einen sehr langen Winterschlaf halten”, erzählt uns Anne scherzend. Trotzdem kann auch der Winter die kreative Floral Designerin nicht stoppen. Mit den zuvor getrockneten Blüten schafft sie zeitlose Meisterwerke, die trotz der kalten Jahreszeit üppig und bunt wirken.

Wenn Kreativität Gemeinschaft schafft

Einfallsreichtum sei in ihrem Beruf ohnehin unabdingbar, betont Anne. Da die Osnabrückerin nachhaltig arbeitet, benutzt sie keine Steckmasse und andere Materialien aus Plastik, die der Umwelt schaden können. Obwohl Anne damit gegen den Strom schwimmt, zahlt sich ihre Kreativität und Beharrlichkeit stetig aus. Ihre Workshops, in denen sie Interessenten ihre Art der Floristik näherbringt, sind schnell ausgebucht und ihre Blumenarrangements für Hochzeiten dienen als eine erfrischende Abwechslung und werden zum beliebten Gesprächsthema an der Festtagstafel.
Außerdem ermöglicht die außergewöhnliche Arbeit Anne immer wieder neue Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen, die sie auf ihrem Weg hin zu einer umweltfreundlichen Floristik begleiten. Anne ist Teil der Slowflower-Bewegung, ein Zusammenschluss aus FloristInnen und GärtnerInnen, die gemeinsam Blumenanbau und -verarbeitung nachhaltiger und regionaler gestalten möchten. Hier erlebt sie, dass der Wille zur nachhaltigen Alternative durchaus verschiedene Lebensweisen verbindet. Vom kleinen Schnittblumengarten bis zur zertifizierten Biogärtnerei ist alles vertreten. “Das find’ ich aber auch gut so. Nicht jede und jeder kann sofort alles ändern. Was zählt, ist, dass das Ziel das gleiche ist”, erklärt uns Anne.

Diese Einstellung macht sich auch schnell im Gespräch mit Anne bemerkbar. Sie möchte keinesfalls den Fokus auf das legen, was schlecht läuft, sondern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es eben eine wunderbare Alternative gibt. Dabei überzeugt sie nicht nur im Gespräch, sondern besonders in ihrem Blumen Studio. Ihre Arbeit spricht für sich, denn ihre Blumensträuße stehen denen aus den innerstädtischen Blumenläden in nichts nach – ganz im Gegenteil. Anne zaubert Arrangements, die wir so noch nie in Osnabrück gesehen haben und nur aus Fotostrecken in Hochglanzmagazinen kennen. Dabei halten sich viele ihrer Sträuße mit Trockenblumen sogar mehrere Jahre. Wenn Nachhaltigkeit so gut aussehen kann, ist der herkömmliche Strauß roter Rosen zum Valentinstag sicherlich bald Geschichte.

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