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Nachhaltige Periodenprodukte

Die Periode – ein Thema, das die Hälfte der Menschheit betrifft, worüber wir aber meistens nur hinter geschlossenen Türen sprechen. Durchschnittlich benötigt eine Frau in ihrem Leben über 15.000 Periodenprodukte. Diese Zahl schlägt nicht nur auf den Geldbeutel, sondern bedeutet auch extrem viel Müll, der vorwiegend aus Plastik besteht. Zusammen mit unserem Osnabrücker Lieblingsladen “Das Ökolädchen” möchten wir euch zeigen, dass die Periode auch nachhaltig gestaltet werden kann. Lasst uns gemeinsam über das vermeintliche Tabuthema sprechen und entdeckt dabei die nachhaltigen Pendants zu Tampon und Binde. Eine umweltbewusste Periode bedeutet nämlich weder viel Umstellung noch teure Alternativlösungen.

Natürlich sollten wir über die Periode sprechen

In der Regel halten wir uns oft bedeckt, welche Periodenprodukte unsere erste Wahl sein könnten. Viele Frauen mögen sich im Freundeskreis darüber austauschen, welches Produkt ihnen jeden Monat die Blutungen erträglicher macht, aber eine offene Kommunikation gibt es, trotz großer Werbekampagnen und Social Media Posts, häufig leider nicht. Natürlich, die Periode ist nicht angenehm. Seien es die Krämpfe, die im Unterleib zu spüren sind, oder die reine Vorstellung, dass Frauen wirklich monatlich bluten, ohne dabei direkt zu sterben, welche manchen Männern immer noch bizarr vorkommen mag. Doch dabei ist die Periode eines der Zeichen dafür, dass der Mensch Leben in diese Welt bringen kann und sollte deswegen ein ganz natürlicher Part unser aller Leben sein.
Genau deswegen reden wir nun über einen wichtigen Teil der Periode, der vielen oftmals einfach nicht bewusst ist. Die herkömmlichen Produkte aus der Drogerie, die Frauen schon als Jugendliche begleiten, landen nach Benutzung direkt im Mülleimer und werden uns dank ihrer Plastikbestandteile noch Jahrhunderte lang erhalten bleiben. Zwar ist der Gedanke hinter Tampons und Binden sicherlich ein guter: Wir müssen uns dadurch nicht zu sehr mit der Monatsblutung auseinander setzen, können uns sicher sein, dass die weiße Hose auch während der Periode gut aussieht und wissen genau, dass wir die Produkte selbst im Supermarkt um die Ecke finden. Trotzdem verbrauchen wir damit zwangsweise auch Materialien, die eben nicht durch das Werfen in die Mülltonne aus unserem Leben verschwinden.

Das Ökolädchen in der schönen Redlingerstraße hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben in unserer Haseheimat ein wenig nachhaltiger zu gestalten. Dabei schrecken Heike und ihr Team auch vor dem Tabuthema Periode nicht zurück. Auf ihrer Webseite und im Geschäft findet man Periodenartikel, von denen man so vielleicht noch nichts gehört hat. Damit auch wir einen Einblick bekommen, wie eine nachhaltige Periode funktionieren kann, hat uns das Ökolädchen einige ihrer Produkte zur Verfügung gestellt. Ausgestattet mit fachkundigen Informationen tauchen wir nun in die Welt von Cups und Co. ein!

Nachhaltige Periodenprodukte haben Osnabrücker Tradition

Menstruationstassen scheinen bereits für viele ein Begriff zu sein, bekommt man diese ja nun in den meisten Drogerien. Die kleinen Gefäße aus Silikon oder Kautschuk brauchen beim Einführung zuerst ein wenig Übung, garantieren aber langen Schutz und können durch ihr Material ganz einfach entfernt, abgekocht und im nächsten Monat wiederverwendet werden. Eine fusselfreie Alternative zu gebleichten Tampons. Im Ökolädchen gibt es die besonders angenehme Variante mit fair gehandeltem Naturkautschuk, der, anders als die meisten Tampons, frei von schädlichen Chemikalien ist und dessen Material angenehmen Tragekomfort garantiert. Neben dieser Tamponalternative gibt es ebenfalls Menstruationsschwämmchen im Ökolädchen, die aus nachwachsendem Naturschwamm bestehen und wiederverwendbar sind. Bei diesem Produkt kamen direkt viele Fragen in unserer Redaktion auf, doch nach unserem Gespräch mit Heike scheint auch dieses Produkt seine Vorteile zu haben: Die Schwämme seien, ähnlich wie ein Tampon, absolut saugstark und hinterließen keine Rückstände nach dem Tragen. Obwohl man diese bei schweren Regelblutungen öfter wechseln müsste, wären die Schwämme besonders für junge Mädchen geeignet, da sie sich durch ihre weiche Oberfläche sanft einführen ließen. Außerdem sorge die weiche Oberfläche und die hohe Position des Schwamms auch dafür, dass man mit diesem Periodenprodukt während der Menstruation Sex haben könne; ein Gedanke, der bei Tampons sicher nie in Frage käme.

Wem das Konzept Tampon jedoch immer schon suspekt war, der kann sich im Ökolädchen auch von Stoffbinden aus Bio-Baumwolle überzeugen. Die Binden von der Osnabrücker Firma Kulmine funktionieren wie die herkömmlichen; mit einer Ausnahme – sie können nämlich bei über 90°C gewaschen werden. Auch die Saugkraft ist vergleichbar mit den Plastikbinden aus dem Supermarkt. Damit bei starken Blutungen kein Unglück passiert, gibt es verschiedene Modelle, die auch in der Nacht verwendet werden können. Mit diesem Stoffbinden ist die Firma Kulmine übrigens Vorreiter in Sachen nachhaltige Periodenprodukte. Der Bindenproduzent aus unserer Haseheimat stellt schon seit den 90ern die genähten Menstruationsartikel her und sorgt seither auch für mehr Bewusstsein, was das Thema Zyklus angeht. Denn es geht hier nicht nur um eine lästige Körpereigenschaft, die uns monatlich überfällt und quält. Unsere Periode ist auch eine Möglichkeit, unseren Körper verstehen zu lernen. Genau dieses Bewusstsein gibt auch das Ökolädchen durch seine Menstruationsprodukte an KundInnen weiter. Ein Bewusstsein, dass eine Periode im Einklang mit Körper und Natur möglich ist. Menstruation ist natürlich; natürlich sollten wir deswegen auch darüber reden!

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