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Der erste Osnabrücker Nachtbürgermeister: Jakob Lübke

Osnabrück hat seit wenigen Tagen einen Nachtbürgermeister: Jakob Lübke kümmert sich ab April um die Belange der Szene, die oftmals im Dunkeln arbeitet. Wer da direkt an Batman und Verbrecherjagd denkt, liegt falsch. Hier geht es um ein produktives Miteinander zwischen Politik, der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche. Mit Jakob haben die einzelnen Menschen in diesen Branchen nun einen Ansprechpartner, der sich nicht nur um ihre Ängste und Sorgen kümmert, sondern diese auch persönlich nachvollziehen kann. In unserem TYPISCHOsnabrück erfahrt ihr, was dieses ausgefallene Amt so besonders macht und warum Jakob in seinem neuen Job BESTENS aufgehoben ist.

Der Nachtbürgermeister bringt Licht ins Dunkel

Momentan wird es mit dem Sonnenuntergang sehr still in unserer schönen Hasestadt. Das war jedoch nicht immer so. Erinnerungen an schöne Sommerabende im liebsten Biergarten oder im Stroboskoplicht auf den Tanzflächen Osnabrücks sollten selbst zur jetzigen Zeit nicht vergessen werden. Denn was wir als Freizeitbeschäftigung genießen, ist für viele Menschen existenziell. Während des Lockdowns rücken die Berufe dieser Branchen immer mehr in den Hintergrund. “Wir sind die ersten die schließen müssen und werden sicherlich die letzten sein, die wieder aufmachen können”, verriet uns bereits im März eine Clubbetreiberin. Viele GastronomInnen, VeranstalterInnen und Clubs warten beispielsweise immer noch auf ihre Novemberhilfen, mit denen sie Angestellte und Mieten bezahlen müssen. Damit die Kommunikation zwischen Politik, Gastronomie und der Veranstaltungsbranche wieder Aufwind bekommen kann, soll es ab diesem Jahr mit dem Osnabrücker Nachtbürgermeister eine Person geben, die die Gespräche voran bringt und aktiv an Lösungsansätzen arbeitet.

Jakob Lübke weiß selbst, was es heißt, auf Coronahilfen zu warten. Als freischaffender Musiker trat er bis vor einem Jahr noch auf den Bühnen Osnabrücks auf oder war als musikalischer Leiter hinter den Kulissen für das Arrangement auf der Bühne verantwortlich. Dass seine Arbeit für Jakob ein Herzensprojekt ist, konntet ihr bereits in unseren Livestreams auf Instagram erfahren. Die Absagen vieler Veranstaltungen durch die Pandemie bedeuten also auch für Jakob Existenzängste und großes Grübeln, wie es weitergehen kann.

Zuversicht und Mut in schweren Zeiten

Anstatt jedoch den Kopf hängen zu lassen, entschied sich Jakob mit Mitstreitenden, für ihre Belange zu kämpfen. Durch die Initiative Kulturgesichter0541 machten sie 2020 auf die Belange der Veranstaltungsbranche aufmerksam. Hier zeigte sich bereits, dass Jakob Menschen zusammenbringen kann, die sonst so oft auf sich allein gestellt sind. Auch durch Reisen nach Berlin und Gespräche mit EntscheiderInnen konnte der Künstler bereits vor seinem Job als Nachtbürgermeister auf die Situation seiner Branche aufmerksam machen.

Als da die Ausschreibung der Stelle des Nachtbürgermeisters veröffentlicht wurde, war für viele Menschen in Jakobs Umfeld klar: Der Musiker wäre ein passender Kandidat. Mit viel Zuspruch aus der Branche bewarb sich Jakob auf die Teilzeitstelle und konnte sich gegen seine 17 Mitbewerbenden durchsetzen. Schon vor der Entscheidung stand für Jakob fest, dass er diesen Job nicht alleine machen wolle, sondern die Ideen der Branche in seine Arbeit integrieren möchte. Jakob wünscht sich, dass Betroffene mit ihren Anliegen direkt auf ihn zukommen können und er als Sprachrohr der Branche diese Belange würdig vertritt. “Meine erste Aufgabe als Nachtbürgermeister wird sein, dass ich jedem meine Email-Adresse und Telefonnummer gebe. Denn wir müssen uns jetzt vernetzen und Synergien schaffen, damit wir miteinander durch die schwere Zeit kommen”, betont Jakob. Dabei sei ein runder Tisch aus Politik, Gastronomie und der Veranstaltungsbranche sinnvoll, um den Austausch zu vereinfachen und Lösungen dynamischer und demokratischer zu gestalten. “Denn das oberste Ziel sollte sein, dass wir die Szene mit so wenig Verlusten wie möglich durch den Lockdown bringen. Und dafür braucht es jetzt Mut und Zuversicht”. Deswegen setzt sich der Osnabrücker nun bereits vor seiner Amtszeit mit NachtbürgermeisterInnen aus anderen Städten in Verbindung, um zu erfahren, was diese lernen konnten. Kommunikation und Gemeinschaft solle nämlich nicht nur in unserer schönen Hasestadt herrschen, sondern gehe über die Stadtgrenzen hinaus.

“Wir brauchen als Gesellschaft Kulturstätten und die Gastronomie als Orte der Begegnung”, erklärt Jakob und setzt damit alles daran, dass genau diese sozialen Bausteine nicht wegbrechen. Für die Zukunft nach der Pandemie wünscht sich Jakob, wie viele andere, natürlich, dass das kulturelle Leben wieder zum pulsierenden Mittelpunkt Osnabrücks wird. Wir sind gespannt, was Jakob während seiner zweijährigen Amtszeit als Osnabrücker Nachtbürgermeister bewältigen wird. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir euch nun regelmäßig von dem kreativen Osnabrücker und seiner Arbeit als Nachtbürgermeister berichten können. Denn auch durch OsnabrueckBESTEN.de habt ihr die Möglichkeit, euch mit dem ersten Osnabrücker Nachtbürgermeister zu vernetzen.

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