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DIE VARUSSCHLACHT IM OSNABRÜCKER LAND

Wir begeben uns in unserem neuen TYPISCHOsnabrück auf eine kleine Zeitreise in die Welt der Römer und Germanen. Erfahrt mit uns, wie der Cherusker Arminius den römischen Varus raffiniert besiegen konnte und wie das Osnabrücker Land möglicher Schauplatz für diese historische Schlacht und den damit verbundenen Mythos geworden ist.

Symbol der Freiheit und des Sieges

Schon 9 n. Chr. schrieb das Osnabrücker Land Geschichte. Natürlich war das Gebiet im heutigen Bramscher Ortsteil Kalkriese damals nicht unter diesem Namen bekannt. Das Schlachtfeld war Teil von Germanien und zur damaligen Zeit von den Römern besetzt. Die Cherusker, ein Stamm der Germanen, hatten sich den Römern ergeben und kooperierten mit der Großmacht. Zu diesem Stamm gehörte wohl auch der Arminius, ein junger Mann, der später maßgeblich an der Niederlage der Römer beteiligt sein sollte.

Während der Besetzung Germaniens durch die Römer wuchs bei zahlreichen germanischen Stammesverbänden der Unmut über die Herrschaft des römischen Statthalters Varus. Dieser war bereits Statthalter der Provinz Africa gewesen und bekannt für seine jahrelange Erfahrung als Stratege. Ihm gegenüber stand nun der junge Arminius, Sohn eines Stammesfürsten, der ebenfalls eine ausführliche militärische Ausbildung in Rom genossen hatte und im Heer des Varus diente. Er beschloss, sich gegen die Brutalität der römischen Herrschaft zu stellen, seine Treue den germanischen Stämmen zu schwören und sich denjenigen zu widersetzen, die ihn aufzogen und ausbildeten hatten. Doch im offenen Feld wären die römischen Legionen unbezwingbar gewesen. So entschied sich Arminius, der viele germanische Stämme hinter sich versammeln konnte, für eine List. Im heutigen Kalkriese sollen die germanischen Stämme drei Tage lang über die römischen Legionen hergefallen sein und vernichteten drei Legionen nahezu komplett. Varus, der diese Niederlage weder kommen sah noch akzeptieren konnte, nahm sich nach dem Rückschlag das Leben und Arminius, oder Hermann, wie er später genannt werden sollte, wurde zum Symbol der Freiheit und des Sieges über unterdrückende Fremdherrschaften.

Funde und Beiweise des Mythos

Soweit besagt es zumindest der Mythos, der sich besonders im 19. Jahrhundert erneut nationaler Aufmerksamkeit erfreute. Doch inwieweit können wir im Osnabrücker Land diese historische Schlacht nachvollziehen?
Um das Schlachtfeld selbst rankten sich lange Zeit ebenfalls zahlreiche Mythen. Eine dieser Geschichten konzentrierte sich auf das Gebiet bei Detmold, das wir heute als den Teutoburger Wald kennen. Ende der 1980er Jahre häuften sich dann jedoch die archäologischen Funde am Wiehengebirge bei Kalkriese. Knochenfunde gab es zwar nur wenige, jedoch wurden zahlreiche römische Münzen, Reiterausrüstungen und Dinge des alltäglichen Lebens, wie metallene Anstecknadeln, in diesem Gebiet gefunden. Weitere Indizien sollten Bodenanalysen sein, die zeigten, dass sich dort zwischen bewaldetem Gebiet und Moor ein Wall befand, der möglicherweise als Schutz für die Truppen des Arminius diente. Diese Wallanlagen sind heutzutage im Park Kalkriese nachgebaut und geben eine ungefähre Vorstellung, wie das Schlachtfeld einmal ausgesehen haben könnte. Dazu werden im anliegenden Museum die Funde ausgestellt, die die Archäologen ans Tageslicht gebracht haben. Auch auf dem Turm des Gebäudes kann man den Weg des Varus noch einmal von oben erfahren und dabei die Schlacht vor seinem inneren Auge Revue passieren lassen.

Damit ist das Museum in Kalkriese nicht nur eine Anlaufstelle für Geschichtsnerds und die, die es noch werden möchten, sondern für alle Osnabrückerinnen und Osnabrücker, die einmal selbst erfahren wollen, was es mit dem Mythos um Arminius oder eben Herrmann auf sich hat. Hier steht man nämlich durch einige multimediale Mittel inmitten des Geschehens und darf die historische Schlacht aus verschiedenen Perspektiven erleben. 

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