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WIPPSTEERT

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen und überall im Radio laufen Weihnachts- und Winterhits rauf und runter. Lieder wie “Jingle Bells” oder “Fröhliche Weihnacht überall” schallen durch das Büro, die Wohnung und die vollen Geschäfte. Jeder wirkt abgehetzt und vielleicht auch ein wenig genervt, wenn zum siebten Mal an diesem Tag “Last Christmas” aus den Boxen dröhnt. Doch warum hören wir fast ausschließlich deutsche und englische Weihnachtsmusik? Was ist denn mit unserem traditionellen norddeutschen Platt?

“Mucke upp Platt!”

Das dachte sich die Band “Wippsteert” aus Alfhausen-Thiene dieses Jahr auch. “Mucke upp Platt” ist hier nämlich schon seit Jahren die Devise. Jedoch kommen der Band nicht  die alten Schinken aus den letzten Jahrzehnten in die Weihnachtstüte. Ihr Sound ist Weihnachten gepaart mit kernigem Power-Rock und “bollernder Folklore mit Kneipencharme aus dem Gitarrenkoffer”, wie sie selbst gerne sagen. So erobert Wippsteert gerade die (virtuellen) Bühnen – und das nicht nur in unserem schönen Norddeutschland. Im Sommer waren wir schon einmal zu Besuch in der Heimat der Band. Hier wurde, unter strenger Einhaltung der damals aktuellen Coronabedingungen, ein sommerlicher Konzertabend der anderen Art auf die Beine gestellt. Unter freiem Himmel und mit festen Sitzplätzen konnte hier in kleinen Gruppen gefeiert und die Musik bei dem ein oder anderen Bier genossen werden. Der Abend an der Balkumer Wassermühle war wunderbar und noch immer erinnern wir uns gerne an diese Stunden zurück. Die atemberaubende Kulisse passte wie Faust auf’s Auge zu der sehr heimatbezogenen Musik und rundete den sowieso schon schönen Abend noch einmal ab.

Über den Anfang ihrer Band haben wir mit den Jungs ausgiebig gesprochen, denn hier war schnell klar: Das Thema ist komplizierter als gedacht. Kurz und knapp gesagt, gab es am Anfang verschiedene Bands aus verschiedenen Genres, die sich “irgendwie so um 2016 rum” zur heutigen Band “Wippsteert” zusammengefügt haben. Seitdem arbeiten “Ossi” (Dieter Ostendorf), “Hausi” (David Hausfeld), “Tobi” (Tobias Büscherhoff), “Bruni” (Marcus Bruns) und Andre Stuckenberg stetig an neuen Liedern – natürlich alles upp Platt! Durch die Vielfältigkeit ihrer Lieder holt die Plattdeutsche Musik in erster Linie nicht, wie vielleicht im ersten Moment erwartet, die ältere Generation ab.

Obwohl diese wohl fast die Einzigen sind, die die Texte noch problemlos verstehen können. Die leidenschaftlichen Hörer sind oftmals die Enkel und Kinder der älteren Generation, die letztere auf die Musik aufmerksam machen, weil sie durch Wippsteert eine Band gefunden haben, die die norddeutsche Heimatliebe, humorvolle Alltagsgeschichten und mystische Provinzweisheiten in traditioneller Sprache und in rustikalen Texten verpackt. Somit verbindet die Band mehrere Generationen mit ihrer Musik.

“Use Danneboom”

Wie unterschiedlich die Lieder der Band sein können, zeigen die beiden neusten Singles. In dem Lied “Dröff de Strich nich’ natt wer’n” (übersetzt: “Darf der Strich [des Schnapsglases] nicht nass werden”) geht es um einen traditionellen Kneipenabend, während der neue Weihnachtssong “Use Danneboom” (übersetzt: “Unser Tannenbaum”) von den besinnlichen Feiertagen erzählt. Feiertage, wie wir sie alle kennen, mit gutem Essen, ein paar Tagen im Kreise der Familie und einem mehr oder weniger perfekten Weihnachtsbaum, der spätestens ab Januar den Wohnzimmerboden mit seinen Nadeln schmückt.

Doch eben diese Vielfältigkeit wird durch das Plattdeutsche und die damit verbundene Heimat- und Traditionsliebe zu einem perfekt abgerundeten Genre – zugegeben, ein etwas anderes und eigensinniges, jedoch ein mindestens genauso schönes und humorvolles! Humorvoll ist auch ein gutes Stichwort bei Wippsteert. Egal, wie ernst oder traurig ein Songinhalt auch sein mag, der Humor geht den Jungs niemals verloren. Die Band zeigt, dass es möglich ist auch ernste und traurige Themen gleichzeitig sensibel und doch auf eine gewisse Art positiv darzustellen. Eine, wie wir finden, sehr wichtige Lektion mit Blick auf das eigene Leben.

Wippsteert hat definitiv seine eigene DNA und hebt sich meilenweit von den typischen Bands ab, die ständig im Radio rauf und runter dudeln. Genau das finden wir so bemerkenswert, denn es benötigt Mut und Ausdauer auch einfach mal gegen den Strom zu schwimmen und sein eigenes Ding durchzuziehen. Wir sind auf jeden Fall vollkommen überzeugt von dem außergewöhnlichen Stil der Thiener Band und freuen uns jetzt schon auf die nächsten Songs. Hört doch einfach mal rein und überzeugt euch selbst!

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